„Frauen die kämpfen, sind Frauen die leben“

Dem Sozialismus gehört die Zukunft

Mittwoch, 8. März 2017 | 16.30 Uhr | Haltestelle Lindenhofstr. / Ecke beim Ohlenhof

Die Gesellschaft ist gespalten. Nicht in erster Linie in Mann und Frau, sondern in Arm und Reich, in Ausgebeutete und Ausbeuter. In Menschen, die jeden Tag um ihre Existenz bangen und schuften müssen und Menschen, die auf deren, unsere Kosten ein Leben im Überfluss führen.

Aber unter den Ausgebeuteten, sind die Frauen oft doppelt in ihrer Freiheit eingeschränkt. Meist hauptverantwortlich für die Kindererziehung und die Arbeit im Haushalt, in der Folge nicht oder nicht vollberufstätig (fast die Hälfte aller Frauen arbeitet Teilzeit) und dadurch vom Einkommen ihres Mannes abhängig oder allein und zum Leben in Armut verdammt. Allein in Bremen ist jedes 4. Elternteile alleinerziehend, davon 92% Frauen.
Frauen verdienen im Bundesdurchschnitt 22% weniger als Männer, in Bremen sind es sogar 25%. Folglich sind Frauen auch häufiger arm, insgesamt 22% gelten als arm. Am meisten sind die Kinder von Armut betroffen, auch darin ist Bremen Spitzenreiter, jedes 3. Kind lebt hier in Armut (31,5%)
Ein besondere Härte ist es in Bremen ein Kind zu bekommen, seit der Schließung des Kreissaals in Mitte, sind die anderen Krankenhäuser überlaufen, trotz Voranmeldung werden Frauen in Wehen an der Krankenhaustür abgewiesen. Im vergangen Jahr standen sie kurz nach der Entbindung im Morgengrauen vorm Standesamt um eine Geburtsurkunde an, um dann doch keine zu bekommen und bis heute warten 2700 vergeblich auf ihr Elterngeld, im Schnitt drei bis vier Monate. Wer dann wieder arbeiten muss, findet keinen KiTa-Platz, aktuell sind 1701 Kinder ohne Betreuung.

Das Los der Ausbeutung, Unterdrückung und Armut teilen die Frauen nicht nur mit den Männern hier, sondern auch mit den Völkern in der Welt. Wir leben in einem der reichsten Länder der Erde. Ein Land, das andere Länder wirtschaftlich ausbeutet und unterdrückt. Das sich die EU zu einem Mittel der Beherrschung anderer EU-Staaten gemacht hat. Zur Ausplünderung Griechenlands, Spaniens, Portugals u.a.. Zur Unterordnung Osteuropäischer Staaten. Ein Land, das arme Länder, z.B. in Afrika um seine Rohstoffe plündert und mit Billigexporten überschwemmt. Das durch seine ökonomische Verarmung und Zersetzung anderer Staaten, Krieg und Terror sät. Das durch seine Bomben, nicht Frieden bringt und humanitäre Hilfe leistet, sondern zerstört und mordet.
Die Frauen in diesen Ländern leiden auch unter unseren Herren doppelt. Jeder 120 Mensch auf der Welt ist auf der Flucht, weil seine Heimat durch diese Politik verarmt, zerstört und unbewohnbar geworden ist. Meist sind es dabei die Frauen und Kinder, denen die gefährliche Reise in die reichen Staaten nicht möglich ist und die in der zerstörten Heimat oder schrecklichen Massenlagern zurück bleiben müssen.

Die Verursacher dieser Lage, die Reichen, Aktionäre, Fabrikbesitzer und ihre Regierungen werden die Probleme nicht lösen. Im Gegenteil, ihre einzige Lösung sind noch mehr Kriege, Weltkrieg. Die Wiedersprüche in der EU spitzen sich zu, die alten kapitalistischen Staaten stehen in Konkurrenz zu Staaten wie Russland und China, die ihre neue Stellung auf dem Weltmarkt behaupten wollen. Der Ton gegenüber den USA verschärft sich in den vergangenen Tagen zu sehnst. Die Welt ist aus den Fugen. Was viele nach zwei Weltkriegen für unmöglich hielten, wird wieder wahrscheinlicher, ein dritter Weltkrieg.
Wenn wir nicht für diejenigen, die uns und andere Völker ausbeuten in den Krieg ziehen und Unseresgleichen ermorden wollen. Wenn wir nicht wollen, dass unsere Töchter und Söhne für die Profite der Kapitalisten fallen (denn Frauen in der Bundeswehr, das ist die Gleichberechtigung, die uns diese Herren ermöglichen, gleichberechtigt sterben). Dann müssen wir sie entmachten und die Sache selbst in die Hand nehmen. Das heißt nichts Geringeres als Revolution – Dem Sozialismus gehört die Zukunft.

Frauen die Kämpfen, sind Frauen die leben.

Am internationalen Frauentag, den wir heute begehen, streikten Textilarbeiterinnen im russischen Petrograd und lösten damit den Beginn der Februarrevolution in Russland aus. Die Revolution, die die Zarenherrschaft davon fegte und damit den Weg zur großen sozialistischen Oktoberrevolution, wenige Monate später, bahnte. So beendeten die russischen Arbeiter und Arbeiterinnen den 1. Weltkrieg, so ist ein Ausscheiden aus dem Krieg möglich. Das war vor genau 100 Jahren, 1917.
Damit befreiten sich nicht nur die Frauen von der Ausbeutung und Unterdrückung, durch das Kapital. Aber damit begann auch die Befreiung der Frau überhaupt, von ihrer doppelten Unterdrückung. Völlige rechtliche Gleichstellung in Betrieb und Politik ist nicht der Hauptpunkt, sondern die materielle Grundlage, diese Freiheit zur Tatsache werden zu lassen. Der Aufbau einer gesellschaftlich organisierten Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen, Stadtteilkantinen und Wäschereien, kurz die unentgeltliche Arbeit, die die Frauen in Haushalt und Familie leisten zu einer gesellschaftlichen Arbeit aller gemacht.
Dem Beispiel der Sowjetunion, folgten viele Völker, insbesondere in Folge des 2. Weltkrieges und auch viele Kolonien. In all diesen Kämpfen standen Frauen mit in der vordersten Front.

Auch aktuell kämpfen die revolutionären Frauen international gegen den Imperialismus und ihre Unterdrückung. Die kämpfenden Frauen sind revolutionäre Vorbilder für alle Frauen und Revolutionäre in der Welt.

Der Zerfall der Sowjetunion und anderer sozialistischer Staaten hat uns, d.h. die Arbeiter und unterdrückten Völker in der ganzen Welt geschwächt. Aber der Imperialismus ist dadurch nicht stärker geworden. Im Gegenteil, er beweist auf der ganzen Welt, seine Unfähigkeit. Er schafft keinen Fortschritt mehr, sondern er kann nur noch zerstören.
Wir aber halten die Zukunft in den Händen. Wir lernen aus unserer Vergangenheit und unseren Fehlern. Wir können die Ausbeutung und Unterdrückung in der Welt beenden, wenn wir den Kriegen die Grundlage entziehen, d.h. dem Streben nach Profit, die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen beenden. Dafür müssen wir die Kommunistische Partei wieder aufbauen.

Krieg dem imperialistischen Krieg!
Kampf dem imperialistischen Frieden!
Für die Befreiung der Frau, also die Befreiung aller Arbeiter von Ausbeutung und Unterdrückung
Für den Sozialismus

checkt aufbaubremen.blogsport.de


4 Antworten auf „„Frauen die kämpfen, sind Frauen die leben““


  1. 1 Lordi 01. März 2017 um 22:00 Uhr

    Ich dachte, ihr veröffentlicht keine Parteienwerbung???

    - – – > http://aufbaubremen.blogsport.de/2017/02/21/demonstration-am-08-maerz-frauen-die-kaempfen-sind-frauen-die-leben-dem-sozialismus-gehoert-die-zukunft/
    „Am 08. März rufen wir, zusammen mit dem Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD, zu einer Demonstration in Bremen“ auf.

  2. 2 04. März 2017 um 12:13 Uhr

    (Young)Mansplaining der dämlichsten Sorte!

  3. 3 ? 06. März 2017 um 15:23 Uhr

    1. Drückt „Wiederaufbau der KPD“ aus, das man noch nicht die Kommunistische Partei ist.

    2. Handelt es sich um die Kommunistische Partei neuen Typs, die sich grundsätzlich von einer bürgerlichen Partei unterscheidet.

    3. Mansplaining? Also haben die nicht grade mehrere Demonstrationen durchgeführt, die von Frauen geführt wurden? Kein Mobivideo, in dem Frauen als revolutionäre Vorbilder gezeigt wurden? Keine Veranstaltungen in ganz Deutschland über das Patriarchat, die von Frauen gehalten wurden? Keine Propagandaaktionen grade in Gröpelingen wo Mütter mit Kindern Flyer verteilt und Ansagen über das Megafon gemacht haben?

  4. 4 Korrektur 08. März 2017 um 16:53 Uhr

    Es war die Februarrevolution, die das Zarenreich stürzte und dieser Aufstand kam aus dem Hunger.
    Frauen demonstrierten schlicht mit dem Ruf „Essen Hunger, Brot“ nach dem es eigentlich eine Pause geben sollte mit den Kampfaktionen.
    Am 8. März 1917 – nach dem damals in Russland verwendeten julianischen Kalender der 23. Februar – streikten in Sankt Petersburg die Bewohnerinnen der armen Stadtviertel auf der Wyborger Seite. Arbeiterinnen, die Ehefrauen von Soldaten und erstmals auch Bäuerinnen gingen gemeinsam auf die Straße und lösten so die Februarrevolution aus.

    Der Oktoberputsch wurde dann von Lenins Bolschewisten durchgeführt. Sie hielten sich nicht an Absprachen und fürchteten eine Wahlniederlage in der Duma.
    Dort hatten mit den Wahlen Anfang März 1918 die Sozialrevolutionäre Partei die Mehrheit der Stimmen bekommen.

    Viele Bauernsoldaten kehrten von der Front zurück, um noch an der Schwarzen Umteilung, also der eigenständigen Neuverteilung des Landes teilzuhaben.
    100 Jahre soziale Februarrevolution und 8. März!

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