Gewalt im Jobcenter

Wie man in den Wald hineinruft – so schallt es heraus.

Diese alte Weisheit scheint sich beim Brandanschlag auf das Jobcenter in der Neustadt zu bestätigen. Seit 2005 schikanieren die Jobcenter mittels entwürdigender Verfolgungsbetreuung zehntausende
Menschen in Bremen. Die zahlreichen Sanktionen, Leistungskürzungen Zahlungsaufforderungen mit Gerichtsvollziehern und Betrugsanzeigen bei geringfügigen Überzahlungen sind nichts als nackte Gewalttaten die seitens der Jobcenter täglich angewendet werden.

Alle halbseidenen Kleinunternehmer, die Tarife unterlaufen, gegen Arbeitsgesetze verstoßen, den Lohn nicht auszahlen, ihre Angestellten schikanieren, haben nur eine Chance diese Arbeitsstellen zu besetzen, wenn sie sich Arbeitsuchende vom Jobcenter holen. Diese können nicht anderes, sie müssen bei Strafe der Leistungskürzungen, des Verlustes der Wohnung diese Drecksarbeiten machen und das Geld reicht trotzdem nicht.

Das ist Gewalt, Gewalt der Jobcenter gegen Menschen und deren Lebensbedingungen. Das wissen auch die Jobcenter und haben daher alle Jobcenter umfangreich mit Security Angestellten bestückt. Abschreckung und Drohgebärde ist die Wirkung.

Uns hat in den letzten Tagen die Reaktion vieler Menschen in Beratungsgesprächen überrascht, die ein großes Verständnis für den Anschlag äußerten. „Endlich wehren sich Leute …

Die Gewalt geht vom Staat, den Jobcentern aus.

BeraterInnen des Bremer Erwerbslosenverbandes


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