Archiv für Mai 2017

Stellungsnahme zu dem Tod von Achmet A.

In Gedenken an Achmet A., der am 09.05.2017 durch eine unverhältnismäßige, brutale, bis dato unverantwortete, willkürlich ausgelöste Zwangsmaßnahme im Krankenhaus Bremen-Ost verstorben ist.

Er ist uns in Erinnerung für alle Menschen, die in Bremen-Ost und überall kollektiv ermordet wurden. Er ist gestorben. Das war nicht nötig. Es ist passiert. Die eilig herbeigeeilten WärterInnen, die ihn zu Boden gebracht und ihm am Atmen gehindert haben, ( „ich krieg keine Luft mehr, ich krieg keine Luft“) hatten kein Erbarmen. Er könnte simulieren. Den „gewalttätigen Bekloppten“ kann man nicht trauen. Das Personal ist trainiert, angeblich professionell und in Deeskalation geschult. Bis dato ist noch Jede/r im BEO (Beobachtungsraum/Isolation) gelandet, für die/den der Eberhard (Codewort für Zwangsmaßnahme) ausgelöst wurde, für was für Lapalien auch immer. (mehr…)

„Protest gegen Rüstungsmesse“

kopiert aus dem Weser-Kurier

Das Bremer Friedensforum hatte zu einer Demonstration gegen eine militärtechnische Tagung in den Messehallen aufgerufen. Bis zum 1. Juni findet die Fachtagung „Undersea Defence Technology“ in Bremen statt.

Etwa 30 Menschen haben am Dienstag gegen eine militärtechnische Tagung in den Messehallen demonstriert. Zum Protest aufgerufen hatte das Bremer Friedensforum. Bis zum 1. Juni versammeln sich Vertreter der Marinerüstung zur Fachtagung „Undersea Defence Technology“ (UDT) in Bremen. Im Vorfeld wurde mit rund 1200 Industrievertretern, Militärs und Forschern aus aller Welt gerechnet. (mehr…)

VA: Langer Filmabend zu Sylvin Rubinstein

MAUS – Kino im Umsonstladen

Mittwoch, 7. Juni 2017 | 20 Uhr | Umsonstladen

Sylvin Rubinstein – Er tanzte das Leben, Film von Marian Czura und Kuno Kruse von 2003 begleitet den jüdischen Flamenco-Tänzer Sylvin Rubinstein (1914 – 2011) über Jahre. Nach dem Überfall des NS-Staates auf Polen und dem Verlust von Mutter und Zwillingsschwester nimmt Rubinstein Kontakt zum Widerstand in der Reichswehr auf. Er kämpft bis 1945 als Partisan. Nach 1945 tanzt er in der Rolle seiner ermordeten Schwester. Eine eindrucksvolle Doku. Außerdem werden noch zwei kürzere Filme gezeigt, u.a. zum letzten Auftritt des damals 93-jährigen in der Roten Flora.

Am 10. Juni hinein in den antikapitalistischen Block!

Aufruf für einen antikapitalistischen Block auf der Demonstration „G20: Abtanzen. Grenzenlose Solidarität gegen Krieg, Rassismus, Klimawandel, Kapitalismus.“ am 10.06. in Bremen. Startpunkt ist am 10.06. um 18 Uhr „Am Brill“, sie endet am „Weserstadion“.

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VA: „Leiharbeit: Wird jetzt alles besser?“

Donnerstag, 1. Juni 2017 | 19 Uhr | Lindenstraße 1b

Ab dem 1. März 2017 gibt es neue Tarifverträge in der Leiharbeit. Zum 1. April sind umfangreiche gesetzliche Änderungen im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz wirksam geworden. Es gibt eine gesetzliche Höchstüberlassungszeit von 18 Monaten und den Anspruch auf gleichen Lohn nach 9 Monaten Beschäftigung.
Mit welchen Tricks versuchen Leiharbeitsfirmen diese Gesetzesvorgaben zu unterlaufen? (mehr…)

„Der gläserne Flüchtling“

kopiert aus der taz

Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein setzen bei der Unterbringung von Flüchtlingen auf eine Überwachungssoftware. Kritiker sehen massive Datenschutzverstöße


Wird in Bremen mit einem Lesegerät registriert: Das Betreten einer Unterkunft für Flüchtlinge

Chipkarte einscannen beim Reingehen, Kontrolle beim Rausgehen, Protokollierung der Essensausgabe: Seit Monaten werden in Bremen, Schleswig-Holstein und Hamburg per Chipkarte und spezieller Software die Daten von Flüchtlingen in Erstaufnahmeeinrichtungen und Notunterkünften erfasst. Auch medizinische Checks, Verwandtschaftsverhältnisse, Religions- oder „Volks“-Zugehörigkeit – alles wird gespeichert. (mehr…)

Unterwasserkriegsführung, Militarisierung und Nationalismus

Kriegsführung hat sich technologisch als auch strukturell gravierend verändert. Häufig stehen hochgerüstete Armeen deutlich schlechter ausgerüsteten Akteuren gegenüber, die diesen Nachteil durch Guerilla-Strategien ausgleichen. Diese Form der asymmetrischen Kriegsführung ist typisch für aktuelle Konflikte.
Die mit Hochtechnologie ausgestatteten Armeen reagierten darauf mit verschiedenen neuen Strategien, die sich insgesamt als direkte technostrategische Reaktionen verstehen lassen. Des Weiteren werden viele Kriege nicht offen geführt, sondern stellvertretend ausgetragen. Diese komplexen Konflikte, bei denen unterschiedliche Parteien partiell zusammenarbeiten, aber individuelle Strategien und Interessen verfolgen, erschweren die klare Benennung von Machtstrukturen und Zusammenhängen. Zudem werden (zumeist multinationale) militärisch-industrielle Komplexe immer größer und sind seit jeher klare Befürworter der Kriegstreiberei. (mehr…)

VA: Kein Gott Kein Herr. Eine Geschichte der Anarchie

Teil 1 (1840 – 1914)
Sonntag, 4. Juni 2017 | 15 Uhr | Sielwallhaus

Teil 2 (1911 – 1945)
Mittwoch, 21. Juni 2017 | 19 Uhr | Umsonstladen

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Protest! Bremer Theologinnen und Theologen gegen Bundeswehrauftritte auf dem Kirchentag in Berlin und Wittenberg

Die von Verteidigungsministerium und Bundeswehr betriebene Militarisierung des öffentlichen Lebens erfasst immer mehr die verschiedensten Lebensbereiche, auch die der Kirche. Das macht der jetzt stattfindende 36. Evangelische Kirchentag in Berlin und Wittenberg deutlich. So spielt am Eröffnungsabend die Big Band der Bundeswehr und die Bundesministerin für Verteidigung, Ursula von der Leyen, hält die Predigt eines repräsentativen Militärgottesdienstes in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, deren Eingänge von der Militärpolizei bewacht sein werden.

Parallel zum Kirchentag wird auf der „Weltausstellung Reformation“ in Wittenberg das Objekt „Café Friedenswege“ durchgeführt. Es wird veranstaltet von der „Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden“ (AGDF) und der „Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden“ (EAK), zusammen mit der „Evangelischen Seelsorge in der Bundeswehr“, deren Seelsorger vom Staat finanziert werden. Das bedeutet, dass die Bundeswehr über die Militärseelsorge in Teile der kirchlichen Friedensbewegung eindringt.
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RAC mischt sich mit Oi!-Kultur

kopiert von bnr

Mehrere vorgeblich unpolitische Bands mit Affinität ins rechte Lager wollen am kommenden Samstag in Schleiz in Thüringen und eine Woche später bei Leipzig aufspielen.

Die Oi!-Kultur der Skinheads betont stets ihre unpolitische Attitüde. Trotzdem gibt es Bands, die sich von rechten Klängen nicht distanzieren, diese verharmlosen oder sich ihnen sogar hinwenden, hervorgerufen oft durch persönliche Freundschaften unter Musikern. Damit ist dann der musikalischen Einstellung zum rechtsextremen „Rock Against Communism“ (RAC) Tür und Tor geöffnet. Party geht vor Haltung. Mehrere Bands, die sich derart verhalten, sollen zum einen am 27. Mai in Schleiz (Saale-Orla Kreis) und dann am 3. Juni in Elstertrebnitz (bei Leipzig) aufspielen.
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