Ultragruppe „CDA“ und Fanprojekt nehmen Stellung zu Anzeige

kopiert aus dem weser-kurier

Die Ultragruppe „CDA“ hat zu den Ermittlungen der Polizei Bremen wegen ihres Fanbanners Stellung bezogen. Sie nennen die Vorwürfe darin „absurd“ und werfen Bremens Innensenator Taktik vor.

Mit Unverständnis reagieren Vorstand, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fan-Projekts Bremen auf die Mitteilung der Polizei, wegen der im Heimspiel von Werder Bremen gegen Hoffenheim gezeigten Choreografie ein Strafverfahren einzuleiten.

Wie berichtet, betrachtet die Polizei das Banner als Gewalt verherrlichend und ermittelt wegen des Anfangsverdachts der „öffentlichen Aufforderung zu Straftaten“. Ebenfalls zu Wort meldete sich am Freitag der Urheber der Fan-Aktion, die Ultragruppe Cercle d‘Amis (Freundeskreis).

Sie bezeichnete die Vorwürfe der Polizei als „offensichtlich absurd“. Sie bewertet den Vorstoß der Polizei als „Teil eines neuen Versuchs, die Bremer Fanszene zu kriminalisieren, um bestehende Konflikte eskalieren zu lassen“.

„Die Choreo sollte auf die Notwendigkeit hinweisen, weiterhin gegen menschenverachtende Ideologien Widerstand zu leisten und zu Solidarität und Freundschaft aufrufen“, erklärt die Ultragruppe in einer Pressemitteilung. Mit dem Banner habe man das eigene 15-jährige Bestehen feiern wollen, erinnern die Fans an den Anlass ihrer Gründung 2002: „Damals waren Nazis, Rassismus und Homophobie im Weserstadion nicht nur weitgehend geduldet, sondern auch in der damaligen Fanszene allgegenwärtig.“

Unterstützung vom Fan-Projekt

Unterstützung erhält der Cercle d‘Amis vom Fan-Projekt Bremen. Das Logo sei vor 15 Jahren unter dem Eindruck einer Fan­szene entstanden, „in der rassistische und homophobe Sprechchöre noch an der Tagesordnung und Neonazis fester Bestandteil der Ostkurve waren“.

Das Logo stehe sinnbildlich für das Engagement der Gruppe gegen Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und Homophobie. In den 15 Jahren ihres Bestehens habe sich diese Ultragruppe zudem nie als Gewalt geneigte Gruppe gezeigt. Vor diesem Hintergrund sei das Fan-Projekt Bremen irritiert über das eingeleitete Strafverfahren und die mediale Dramatisierung der Choreografie als Gewalt verherrlichend.

„Die Genehmigung der Fan-Aktion durch Werder Bremen war auch aus unserer Sicht völlig richtig.“ Nicht nachvollziehbar sei, wie man in dem Motiv der Choreograf ernsthaft eine Aufforderung zu Straftaten erkennen könne. Im Übrigen sei dieses Banner bereits 2004 im Spiel gegen Köln gezeigt worden und auch sonst kontinuierlich im Stadion durch eine Schwenkfahne präsent. Das Fan-Projekt Bremen hofft, dass das Ermittlungsverfahren wegen öffentlicher Aufforderung zu Straftaten von der Staatsanwaltschaft rasch eingestellt werden wird.

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