Breites Bremer Bündnis ruft zu Tanzdemonstration gegen den G20 Gipfel in Hamburg auf: „Resisdance“ will bunt und laut für die Proteste in Hamburg werben

Für den 10. Juni um 18 Uhr ruft das “Bremer Bündnis gegen G20” zu einer Tanzdemonstration zur Mobilisierung gegen den G20-Gipfel in Hamburg auf. Anders als übliche Demonstrationen wird sie abends stattfinden – und auch ansonsten ist so manches anders als bei normalen Demos: Anlass ist der vom 7. bis zum 8. Juli in Hamburg stattfindende G20-Gipfel, zu dem Regierungschefs und Repräsentant*innen der 20 reichsten Länder zusammenkommen. Eingeladen hat sich Hamburg aber nicht nur den Gipfel der G20, sondern auch den Protest dagegen.

„Während die Staatschefs beim G20-Gipfel über die Aufteilung der Welt diskutieren, werden wir dagegen protestieren“, so Olaf Zimmer (LINKE) für das “Bremer Bündnis gegen G20”, dem DIE LINKE, attac, die Interventionistische Linke, die Sozialistische Alternative, die Gruppe ArbeiterInnenmacht, die Basisgruppe Antifaschismus Bremen sowie weitere linke Gruppen und Initiativen angehören. „Wir demonstrieren gegen ihre Kriege, gegen die Abschottung Europas, gegen Rassismus und Abschiebungen, gegen den durch das Kapital verursachten Klimawandel und gegen eine Gesellschaftsordnung, in der acht Männer mehr Vermögen besitzen als die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung.“, so Zimmer weiter.

„Unter dem Motto „Resisdance gegen G20“ wollen wir bunt und laut durch die Bremer Innenstadt tanzen. Wir wollen bereits jetzt den Protesten gegen den G20-Gipfel ihren Ausdruck verleihen – so inhaltlich breit und vielfältig wie sie auch in Hamburg sein werden.“, so Georg Henschel vom Anti-G20-Bündnis. Dass sie inhaltlich vielfältig sind, ist den Protestierenden dabei wichtig. Henschel weist Spekulationen von polizeilicher Seite zurück, nach denen von der Demonstration Gefahr ausgehe: „Wir werden bunt und tanzend, aber entschlossen unseren Unmut über den Zustand der Welt demonstrieren. Wir erwarten von der Polizei, dass sie deeskalativ auftritt, statt mit einem martialischen Auftritt potenzielle Teilnehmer*innen einzuschüchtern. Wir lassen uns unser Recht auf Protest jedenfalls nicht nehmen.“

Vom 5. bis zum 8. Juli werden in Hamburg eine Vielzahl von Protesten, Aktionen und Großdemonstrationen dagegen stattfinden. Den Auftakt bildet am 5. und 6. Juli der „Gipfel der Solidarität“, ein alternativer Gegengipfel, sowie eine Vorabenddemonstration am 06. Juli. Am 7. Juli wird ein Aktionstag mit vielfältigen, bunten Protestaktionen u.a. in der Hamburger Innenstadt und im Hafen stattfinden. Den Abschluss bildet eine internationale Großdemonstration am 8. Juli, zu der zehntausende Teilnehmer*innen erwartet werden. Auch aus Bremen werden sich viele an den Protesten beteiligen und nach Hamburg fahren.
„Resisdance“ wird am 10. Juni um 18 Uhr „Am Brill“ starten und durch die Bremer Innenstadt, das Ostertor und Steintorviertel zum Weserstadion führen.


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