„G20-Gegner machen mobil“

kopiert aus dem Weser Kurier

Die Vorbereitungen auf das G20-Treffen laufen bei Gegendemonstranten und Polizei auf Hochtouren. Am Dienstag sprach der Linken-Bundestagsabgeordnete Jan van Aken in Bremen über seine Kritik am Gipfel.

„Reden hilft immer“, sagt Jan van Aken. Aber dafür würden die Staats- und Regierungschefs Anfang Juli ja nicht zum G 20-Gipfel nach Hamburg reisen. „Es geht in erster Linie um Entscheidungen, die einige wenige Staaten für die ganze Welt treffen, während 170 Staaten nicht mit am Tisch sitzen“, sagt der Hamburger Politiker, der für die Linkspartei im Bundestag sitzt.

Am Dienstag war er auf Einladung der Bremer Linken nach Bremen gekommen, um mit etwa 100 Menschen auf dem Ziegenmarkt im Steintor über Gründe gegen den G 20-Gipfel zu diskutieren. Die Gästeliste sei so ein Grund, meint van Aken.

Recep Tayyip Erdogan habe die Türkei in eine Diktatur umgebaut, Wladimir Putin habe mit der russischen Annektion der Krim das Völkerrecht gebrochen und im syrischen Bürgerkrieg die Stadt Aleppo „in Schutt und Asche gelegt“. Und dann sei da selbstverständlich der US-Präsident Donald Trump: „Ein Nationalist, Sexist und Rassist, dessen Politik hochgefährlich ist“.

Großdemonstration gegen G 20

Mit seiner Kritik am G 20-Gipfel ist van Aken nicht allein: Für Sonnabend, 8. Juli, ruft das Bündnis „Grenzenlose Solidarität statt G 20“, dem unter anderem die Linkspartei und Attac Deutschland angehören, zu einer Großdemonstration gegen das G 20-Treffen auf. Die Polizei erwartet an dem Wochenende etwa 100.000 Demonstranten aus ganz Europa. Van Aken hat die Demo angemeldet.

Es gibt nicht die eine Protestbewegung gegen den Gipfel. Die Bandbreite, was, mit welchen Mitteln erreicht werden soll, ist groß. Neben vielen friedlichen Demonstranten werden auch militante Gruppen in Hamburg erwartet. Die Polizei sieht vor allem in der antikapitalistischen Vorabenddemonstration „G 20 Welcome to Hell“ am Freitag, 7. Juli, eine große Herausforderung.

Zu der Demo werden bis zu 8000 gewaltbereite Teilnehmer aus dem In- und Ausland erwartet. Ihr Motto lautet: „G 20-Gipfel blockieren, sabotieren, demontieren!“ Als Vorgeschmack brannten bereits mehrere Polizeiautos in der Stadt.

Quelle: Weser Kurier


0 Antworten auf „„G20-Gegner machen mobil““


  1. Keine Kommentare

Antwort hinterlassen

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>


− fünf = eins