Jahrbuch rechte Gewalt – Lesung mit Andrea Röpke

Mittwoch, 8. November 2017 | 19 Uhr | Uni Bremen

Gewalttaten durch rechtsextreme Täter*innen nehmen zu. Das „Jahrbuch rechte Gewalt“ versammelt in einer Chronik alle Gewaltverbrechen mit rechtsradikalem Hintergrund, dokumentiert einzelne Fälle und Täter*innen in Reportagen und Porträts. Es leuchtet Vorgehensweisen, Täter*innengruppen, lokale Schwerpunkte und Tendenzen in Hintergrundberichten aus. Andrea Röpke berichtet über die Verbindung zwischen Hooligans und Pegida, AfD-Demonstrationen und NPD-Aktionen, über Brandserien im Havelland, wegschauende Bürger*innen und Lokalpolitiker*innen, die Hintergründe und der Prozess nach dem Angriff auf den Leipziger Stadtteil Connewitz. Vieles hat sich in den letzten Jahren verändert: Akademiker*innen schreiben Hass-Emails, Familienväter zünden Häuser an. Es sind nicht mehr nur Neonazis, die „Ausländer raus“ brüllen und Gewalttaten gegen Minderheitenbegehen. Die Zeiten einfacher Klischees – glatzköpfig, ungebildet, arm – sind vorbei.

Die Autorin:
Andra Röpke ist die führende deutsche Journalistin zum Thema Rechtsextremismus. Der SWR nennt sie „Die Journalistin mit den meisten Feinden in Deutschland. Andrea Röpke hat sich in der Nazi-Szene viele Feinde gemacht. Sie wurde angepöbelt, von Rechten zusammengeschlagen und auf die Todesliste gesetzt.“ Röpke arbeitet für Panorama, Fakt und Spiegel TV, ihre Texte erscheinen unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Spiegel. Für ihre Arbeit wurde sie vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Otto-Brenner-Preis, dem Leuchtturm-Preis des Netzwerkes Recherche und dem Paul-Spiegel-Preis des Zentralrats der Juden in Deutschland.

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