Bremerhavener rechte Band Loichtfeuer will in Ronjas Räubereck auftreten

Jubiäum in Ronjas Räubereck
Im Dezember soll in Ronjas Räubereck in Lehe ein Konzert der Grauzonen Band „Loichtfeuer“ stattfinden. Die Bremerhavener Oi-Skinhead Band betrachtet sich selbst als unpolitisch. Sie behauptet von sich, weder links noch rechts zu sein.

Unpolitische Band mit rechten Mitgliedern?
Aus unserer Sicht ist diese Selbsteinschätzung jedoch nicht glaubwürdig. Die Bandmitglieder Michael Schäfer und Lasse Krüger sind bekannt für ihre Neonazivergangenheit. Beide behaupten zwar aus der Neonazi-Szene ausgestiegen zu sein, halten aber dennoch Kontakte zur Szene hin aufrecht und treten immer wieder mit anderen Grauzonen und rechten Szene-Bands vor rechtsextremem Publikum auf.

Die politische Gesinnung ist kein Geheimnis
Lasse Krüger war u.a. noch bis 2014 Teil der rechtsradikalen Hooligan-Proteste (Hooligans gegen Salafisten). Von Lasse Krüger gibt es Bilder im „Kategorie C“ Shirt. Kategorie C kommt aus Bremen und ist die wohl bekannteste nationalistische Hooligan-Band der BRD.


Schäfer mit einem Shirt der Bremer rechtsextremen Band „Endstufe“

Aber nicht nur er fällt mit dem Tragen rechtsextremer T-Shirts auf. Eine weitere Bremer Band aus dem rechtsextremen Spektrum ist „Endstufe“. Seine Vorliebe für diese Band bringt der Sänger Michael Schäfer mit einem Band-Shirt auf seiner Facebook-Seite zum Ausdruck.

Michael Schäfer der unpolitische AfD-Typ mit den Witzen
Auf seiner Facebook-Seite fällt der Sänger darüber hinaus mit seiner Wahlwerbung für die AfD, mit der Verehrung der Wehrmachtssoldaten, mit antisemitischen und rassistischen Witzen, sowie mit dem szenetypischen offensiven Antikommunismus auf.


Schäfer vor dem Wehrmachtsdenkmal in Andernach


Anspielung auf „I hate Jews“

Um ihre rechtsradikale Gesinnung machen die Mitglieder der Band also keinen Hehl. Alle öffentlichen Distanzierungsversuche der Band vom rechten Rand wirken daher leider wenig glaubhaft.


Wahlwerbung für die AfD


Antikommunismus Filter

Konzert in Bremerhaven absagen?
In der Vergangenheit wurden diverse Konzerte der Band von den Veranstaltern abgesagt, die im Vorfeld nicht ausreichend über die Gesinnung der Band informiert waren. Diese Reaktion der Veranstalter, sowie verschiedene Proteste gegen rechte Bands halten wir grundsätzlich auch für sinnvoll. Da Loichtfeuer aber mit dem Veranstaltungsort Ronjas Räubereck eng in Kontakt steht und dort auch ein Musikvideo gedreht hat, machen wir uns wenig Hoffnung, dass der Veranstalter das Konzert absagen wird.

Homophobe Texte
Dennoch wollen wir die Menschen in Bremerhaven vor der Band warnen. Wir wollen nicht, dass die Menschen sich vom unpolitischen Schein der Band einfangen lassen. Auch wenn die meisten Texte der Band tatsächlich unpolitisch sind, so bringen sie doch an der ein oder anderen Stelle ihre Meinung zum Ausdruck. So wird im Lied „Die Regenbogenfahne brennt“ unverhohlen gegen „Schwule“ und „Tunten“ gehetzt.

Weitersagen und aufklären
Auch wenn die Band aufgrund ihrer Musik nicht eindeutig als rechtsextrem eingestuft werden kann, so stehen ihre Mitglieder dennoch mit einem Bein im rechtsradikalen Milieu. Dies zeigt u.a. der Sänger privat und im Netz. Die Band hat außerdem kein Problem damit, vor Neonazis aufzutreten, so dass man beim Besuch eines Konzertes davon ausgehen kann, dass man dort auf unliebsame Gestalten treffen wird.


Lasse Krüger mit Michael Regener, Sänger der rechtsextremen Band Landser

Bitte verbreitet diesen Text. Macht euer Umfeld auf die Gesinnung der Band aufmerksam und klärt darüber auf, dass auch in Bremerhaven Fragmente einer rechten Subkultur bestehen.

Ein Musikliebhaber aus Bremerhaven


9 Antworten auf „Bremerhavener rechte Band Loichtfeuer will in Ronjas Räubereck auftreten“


  1. 1 Lasses Freundin 15. Oktober 2017 um 11:22 Uhr

    Falls sich jemand mal den Rücken vom unpolitischen Lasse angucken möchte: https://anonimag.es/i/98f0098368230b97f8b598b21eee9bfe.jpg

  2. 2 Radiorolf 15. Oktober 2017 um 13:31 Uhr

    Irgendwie ist euch da ein Fehler passiert, ihr schreibt zu dem Foto mit dem Tshirt: „Schäfer mit einem Shirt der Bremer rechtsextremen Band „Endstufe““ – ich sehe da aber ein Kategorie-C Shirt?

  3. 3 ich 15. Oktober 2017 um 15:27 Uhr

    Lasse War zu eurer Beruhigung nie Mitglied der Band ..

  4. 4 TradSkinsBhv 16. Oktober 2017 um 13:42 Uhr

    Vielleicht eine gute Gelegenheit dass sich ein paar alte Skinheads aus der Stadt mal wieder bei Reggae und Oi! auf ein paar Pils treffen um da später vorbei zu schauen.

    Um ehrlich zu sein ärgert es mich ein wenig, dieser Artikel denn er pusht eine völlig überflüssige und auch in ihren Kreisen kaum beachtete Band.
    Dass von Seiten der Bandmitglieder keine echte Distanzierung gegenüber Rechtsextremismus stattfindet ist insofern nicht verwunderlich als dass zumindest Schäfer sich bei den braunen Kameraden nur nicht mehr sehen lassen kann weil er diverse Leute ziemlich abgerippt hat.

  5. 5 TradSkinsBhv 16. Oktober 2017 um 13:45 Uhr

    Im Übrigen denke ich dass eine größere Ansammlung kurzhaariger Unbekannter im traditionell multikulturellen und linken Stadtteil Lehe ein gewisses Konfliktpotential beinhaltet. Lassen wir uns doch einfach mal überraschen.

  6. 6 IchichDu 17. Oktober 2017 um 2:29 Uhr

    @TradSkinsBHV

    Naja. Es gibtin Bremerhaven viele Menschen, die glauben, es gebe dort keine rechte Szene. Es gibt auch viele Menschen, die an solche Orte und zu solchen Konzerten gehen, inklusive Veranstalter und Webseiten, die vor Ort Werbung für diese Band machen. Die ganzen LEute sind aber alles andere als rechts, sie wissen nur nicht, was tatsächlich hinter der unpolitischen Fassade steckt. Genau diesen Menschen dient der Text zur Aufklärung.

    Natürlich kann es sein, dass auch der ein oder andere Fascho jetzt auf die Band aufmerksam wird. Die sind uns aber auch egal. Wichtig ist, dass keine unpolitischen oder uninformierten Personen in diesen GrauzonenScheiss mitreingezogen werden.

  7. 7 FCK NZS 18. Oktober 2017 um 21:42 Uhr

    Es gibt kein Dazwischen und kein vielleicht
    mit euch wird überhaupt nichts geteilt
    Kein Platz, kein Raum für euren Grauzonenscheiß
    keine Nazisympathien wir sind euch leid
    UND IHR BEKOMMT HIER NICHTS KAPUTT
    Konsequent alles im Blick
    verlorenen Haufen angespuckt und rausgeschickt
    klare Position, dass ist der Trick….https://www.youtube.com/watch?v=pJFAvH7eu58

  8. 8 Beobachter 10. November 2017 um 12:48 Uhr

    Loichtfeuer wird das Konzert an diesen Tag nicht spielen.
    Das Konzert wird aber nachgeholt.
    Die Leute werden dann Persönlich eingeladen.
    Um die Zecken zu verwirren wird diese Veranstaltung bei Facebook nicht abgesagt.
    So stand es in einen Rund-Mail von der Band.

  9. 9 Anonymus 10. September 2018 um 7:08 Uhr

    Loichtfeuer hat sich aufgelöst.
    Die Band ist zum Glück Geschichte

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.