Archiv für November 2017

OL: Imke Barnstedt – ein längt überfälliger Aufruf zur Abgrenzung

Seit Jahren inszeniert sich die Oldenburgerin Imke Barnstedt als Kleinkünstlerin und beliebte Kulturschaffende. Und das, obwohl seit Jahren bekannt ist, dass sie in der neonazistischen Szene aktiv ist und sich Kreisen zugehörig fühlt, die das Ziel haben, die deutschen Verbrechen während des zweiten Weltkriegs, speziell die Shoah, die industrielle Vernichtung von mehr als 6 Millionen Jüdinnen und Juden, zu leugnen.
So nahm sie beispielsweise an einer Demonstration im Juli 2003 auf der Wartburg teil. Organisator dieser Versammlung war der mittlerweile inhaftierte Neonazi Horst Mahler. Dieser wollte eigentlich in Auschwitz demonstrieren, um deutlich zu machen, dass die Shoah eine Lüge sei. Der Plan scheiterte am Ausreiseverbot Mahlers, die Demo wurde auf wie Wartburg verlegt. Dort präsentierte Imke Barnstedt mit ihren Gesinnungsgenoss*innen schließlich Transparente mit eindeutigen Inschriften: „Den Holocaust gab es nicht“ war dort zu lesen, und „die Lüge vernichtet sich selbst“. Fotomaterial belegt dies [1].

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12. Feministisches Bildungs- und Diskussionstreffen

Freitag, 24. November 2017 | 18 Uhr | Mädchenkulturhaus

Liberalismus, liberale Persönlichkeit und der Einfluss auf das Denken und Wirken der radikalen Linken in der Bundesrepublik

Die Ausbreitung der Ideologie des Liberalismus war ausschlaggebend für den Aufstieg des Kapitalismus und Nationalismus. Mit ihr wurden Individualismus und Konkurrenz als erstrebenswerte Grundprinzipien etabliert und die vermeintlich individuelle Freiheit, der Gesellschaft und Gemeinschaft als höchstes Gut entgegen gestellt. Damit greift Liberalismus die grundlegende Basis einer jeden Gesellschaft an und schafft Charaktere, die für die kapitalistische Moderne passend sind. Die Auseinandersetzung mit der Ideologie des Liberalismus ist wichtig, wenn wir gesellschaftliches Leben und Mentalität in der kapitalistischen Moderne in der BRD begreifen wollen. Wir werden uns dem Thema mit einem Input nähern und im Anschluss über die Frage diskutieren, inwiefern die Ideologie des bürgerlichen Liberalismus auch das Denken und Wirken der radikalen Linken beeinflusst, was wir unter dem Begriff der Freiheit verstehen und wie wir ihn aus linker Perspektive füllen können. (mehr…)

HH: Feuer und Flamme dem Patriarchat!

Samstag, 25. November 2017 | 18 Uhr | Hamburg (Feldstr.)

Jeden Tag sehen sich weltweit Frauen Gewalt ausgesetzt, die sich oft nur aus dem Grund gegen sie wendet, dass sie Frauen sind. Sie werden gedemütigt, geschlagen, vergewaltigt und ermordet. Diese Gewalt hat System.

Der Imperialismus ist ein System, das zutiefst reaktionär und frauenfeindlich ist. Ein System, das einer kleinen Minderheit dient und Milliarden in Ausbeutung und Unterdrückung hält. Ein System, das Frauen doppelt unterdrückt. Ein System, das Frauen tagtäglich seiner bestialischen Herrschaft unterwirft. Im Allgemeinen und Konkreten. (mehr…)

Mobiler Gedenkort nun in der Zentralen Stadtbibliothek Bremen

Der mobile Gedenkort für Laye Condé und 13 Jahre Brechmittelvergabe hat derzeit einen Platz im Foyer der Zentralen Stadtbibliothek gefunden. Hier bieten Audiodateien (in deutsch, englisch und französisch) Informationen zur Tötung von Herrn Condé im Bremer Polizeipräsidium Ende 2004 sowie einen Überblick über das gesamte Thema und Interviews mit Betroffenen. Zudem gibt es mehrere Gedenktafeln (ebenfalls dreisprachig) und über ein Tablet können viele weitere Dokumente zum Thema abgerufen werden. Der Gedenkort eignet sich dazu, im Rahmen von Bildungsarbeit eingesetzt zu werden.

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Perspektive des A-Cafés?!?!

Sonntag, 3. Dezember 2017 | 15 Uhr | Sielwallhaus

Wie ihr sicher gemerkt habt, gibt es die das A-Café tragende Gruppe nicht mehr. Deshalb gab es auch nach dem A-Café im Juli keine weiteren A-Cafés. Wir alle, die wir das A-Café zuletzt organisiert haben, würden uns freuen, wenn es weiter existiert, aber mindestens die Hälfte von unserer kleinen Gruppe wird nicht länger Teil des A-Café-Kollektivs sein.

Am bekannten Ort, zur bekannten Zeit, also am 1. Sonntag im Dezember im Sielwallhaus, wird nochmals von Einzelpersonen ein A-Café organisiert.

Wenn du auch möchtest, dass der Anarchismus in Bremen außer durch die vielen A im Kreis und einzelne Direkte Aktionen sichtbar bleibt, und denkst, dass das A-Café dafür ein geeignetes Format ist, komm doch am 3.12. vorbei.

Wir als Einzelpersonen wünschen uns, dass es weiter das A-Café in Bremen gibt. Im Anschluss ist Zeit zusammenzukommen um uns auszutauschen. Alle, die sich vorstellen können, sich einzubringen, reden dann über Perspektiven und ob es ein neues Kollektiv geben wird. Es ist eine offene Frage, ob das mit oder ohne Beteiligung von Personen aus dem bisherigen Kollektiv sein wird. (mehr…)

VA: „Das Phantasma vom Gender-Wahn“

Donnerstag, 30. November 2017 | 18 Uhr | Uni Oldenburg (A11/Hörsaal B)

Ob Staatsfeminismus, Frühsexualisierung von Kindern oder die angebliche Subventionierung der „Homo-Lobby“, all dies führt in den Augen von AntifeministInnen1 dazu, an die geplante Vernichtung des Männlichen zu glauben und sich in ihrer Existenz bedroht zu fühlen. Antifeminismus und Heterosexismus kann neben Rassismus als thematisch wichtigste Klammer definiert werden, die extrem Rechte bis Konservative miteinander verbindet. Das Phantasma von der gefährdeten weiß-deutschen Heterofamilie taugt zu einer spektrenübergreifenden Mobilisierung. Familie ist hier natürlich nicht gleich Familie. So stellt es zum Beispiel für die Zivile Koalition scheinbar keinen Widerspruch dar, den Schutz der Familie einerseits zum höchsten Gut zu erheben und andererseits gemeinsam mit der offen rechten Freien Welt für die Petition Familiennachzug stoppen! zu werben. (mehr…)

Zur Zensur von Indymedia linksunten durch das Bundesinnenministerium

Deutschland im Winter
communiqué vom 10.11.2017

Am 25. August 2017 verkündete CDU-Bundesinnenminister Thomas de Maizière das Verbot der Open-Posting-Plattform Indymedia linksunten. Ab 5:30 Uhr am frühen Morgen durchsuchten 250 PolizistInnen vier Privatwohnungen und das Autonome Zentrum KTS in Freiburg. Die Durchsuchungen richteten sich gegen fünf namentlich genannte Personen, drei von ihnen wurde von den die Razzien durchführenden BeamtInnen des LKA Baden-Württemberg die Verbotsverfügung des Bundesinnenministeriums überreicht. Das Bundesinnenministerium beauftragte das Landesinnenministerium Baden-Württemberg und dieses das Regierungspräsidium Freiburg mit der Durchführung des Verbots. Das Regierungspräsidium Freiburg wiederum ersuchte das Landeskriminalamt Baden-Württemberg um Amtshilfe. Am 1. September beschlagnahmte das LKA weitere IT-Infrastruktur in Freiburg, da die in der ersten Razzia beschlagnahmten Computer „stark kryptiert“ seien. In der Woche nach den Razzien wurden die Betroffenen rund um die Uhr von Observationsteams beschattet, die Beschlagnahmung von Post und Mails wurde angeordnet. Eine Woche nach den Razzien wurde das Auto eines Betroffenen aufgebrochen und die Innenverkleidung der Fahrertür geöffnet. In der KTS wurden während der Razzia Tresore aus den Wänden gerissen und fast alle Schlösser zerstört, das AZ wurde verwüstet. Zusammen mit den Beschlagnahmungen von Geld und technischen Geräten beläuft sich der Schaden auf rund 80.000 Euro. (mehr…)

Urteil zu entlassenem Berliner Beamten: Neonazi darf kein Polizist sein

kopiert aus der taz

Es klingt trivial, war aber kompliziert: Nach rund zehn Jahren zähem Streit vor Gericht darf Berlin einen Polizisten mit Nazi-Tattoos entlassen.


Kein Platz für Horst-Wessel-Tattoos

Fast ohne Konsequenzen ist er durch mehrere Instanzen gekommen, aber am Bundesverwaltungsgericht war Schluss. Der Berliner Polizist Andreas T., der die Noten des Horst-Wessel-Liedes als Tattoos trägt, der auf Fotos den Hitlergruß zeigte, neben einer Hakenkreuzfahne posierte und ein Bild von Hitler an seiner Wohnzimmerwand aufhängte, darf aus dem Dienst entfernt werden. Damit ist das Land Berlin in seiner Klage gegen den Polizeikommissar nach einem zehn Jahre dauernden Verfahren erfolgreich.

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Mobi-Veranstaltung gegen den Bundesparteitag der AfD

Mittwoch, 22. November 2017 | 20 Uhr | Infoladen

Erstmals seit 1953 sitzen mit der AfD wieder offene Nazis und Faschisten als Partei im Bundestag. Für sie bedeutet das nicht nur Hunderte von MitarbeiterInnen-Stellen, Stimmen in Ausschüssen und öffentliche Aufmerksamkeit, sondern auch viel Geld. Ihr Bundesparteitag, der am 2. Dezember in Hannover im HCC Kongresszentrum stattfinden wird, ist die erste Zusammenkunft der AfD seit ihrem Einzug in den Bundestag. Auf diesem Bundesparteitag wird die politische Agenda von Weidel, Gauland und ihrer Fraktion für die nächsten vier Jahre bestimmt. Wir werden diese Zusammenkunft nicht ohne Widerstand stattfinden lassen und den AfD-Delegierten in Hannover keine Ruhe gönnen.

Kommt zur NIKA-Mobi-Veranstaltung in Bremen und am 2.12. mit uns nach Hannover!
Nationalismus ist keine Alternative!

checkt nationalismusistkeinealternative.net

Ist der Grund Fußball oder weil die Gesamtscheiße so kacke ist?

kopiert aus dem Weser Kurier

Vandalismus mit Fäkalien Hunderte Kotanschläge auf Gebäude in Bremen-Nord

Ein Unbekannter wirft immer wieder Fäkalien gegen Vegesacker Häuser und auf Sportplätze. Ein Verein hat mittlerweile 250 Vorfälle gezählt. Jetzt traf es ein Büro in der Fußgängerzone. Zum dritten Mal.

Es passiert immer wieder: Mal sind Fassaden, mal Fenster, mal Türen beschmiert. Nicht mit Farbe, sondern Kot. Seit Längerem geht das so. Philipp Romeiser spricht von Jahren. Der Mann ist Geschäftsführer bei M-Projekt und weiß von mehreren Häusern, die in Vegesack mit Fäkalien beworfen wurden. An der Weserstraße, am Sedanplatz, an der Gerhard-Rolfs-Straße. Neulich traf es das Büro des Projektentwicklers. Zum dritten Mal. Die Firma hat erstmals Anzeige erstattet – andere haben das schon weitaus öfter getan.

Bernd Siems zum Beispiel. Der Fußballchef der Sportgemeinschaft Aumund-Vege­sack hat es grob überschlagen. Er kommt auf 250 Vorfälle und 25 Anzeigen, „mindestens“. Wie bei M-Projekt schleudert jemand Fäkalien. Allerdings nicht nur gegen ­Wände, sondern auch aufs Gelände der Sportler. Seit Montag ist das Kassenhaus am Stadion braun beschmiert. In der Woche zuvor ­hatte es den Schaukasten getroffen, davor den Gehweg. Siems hat alles mit der Kamera dokumentiert und jedes Foto mit Datum versehen. Als Beleg für die Polizei.
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