Archiv für Januar 2018

Widerstand auf die Straße – auch hier!

Mittwoch, 24. Januar 2018 | 19 Uhr | Birati

Wir laden alle Gruppen und Einzelpersonen kurzfristig zu unserem nächsten Treffen des Bremer Solidaritätskomitee Kurdistan am Mittwoch, 24.01 um 19 Uhr im kurdischen Verein in der Friedrich-Ebert-Straße 20 in der Neustadt ein.

Angesichts des aktuellen Einmarsches der Türkei in das weitgehend von Kurd*innen bewohnte Afrin (Nordsyrien) und den andauernden schweren Angriffen auf Dörfer und Städte in Afrin aber auch in anderen Städten in Rojava möchten wir zu einem größeren Bündnis aufrufen um gemeinsam über mögliche Aktionen in den kommenden Tagen und Wochen zu sprechen. (mehr…)

„Die Polizei muss sich hinterfragen“

kopiert aus dem Weser Kurier

Fanforscher über Bremer Hooligans und Ultras

Im Gespräch mit MEIN WERDER warnt Fanforscher Pavel Brunßen vor weiterer Gewalt zwischen Bremer Hooligans und Ultras und kritisiert zugleich die lokale Polizei.


Das ist Feuer drin: Werder-Fans haben im September 2017 beim Auswärtsspiel in Berlin Pyrotechnik gezündet, die Polizei steht bereit.

Herr Brunßen, die Hooligan-Gruppe „Riot Bremen“ hat ihre Auflösung bekannt gegeben. Aber heißt das auch, dass die Gruppe nicht mehr existiert?

Pavel Brunßen: Nicht unbedingt. Es hat in der Vergangenheit schon andere Hooligan-Gruppen gegeben, die sich offiziell aufgelöst haben, um einer Strafverfolgung zu entgehen. In Wahrheit bestehen einige dieser Gruppen aber weiter. Bei der „Standarte“ in Bremen ist das zum Beispiel der Fall. Die existiert offiziell nicht mehr, ihre Mitglieder sind aber weiter rund um Werder-Spiele aktiv, wie das Heimspiel gegen Mainz im Dezember gezeigt hat. (mehr…)

„Antisemitismus – Was passiert auf Bremens Schulhöfen?“

kopiert aus der taz

Der Antisemitismus auch an bremischen Schulen hat spürbar zugenommen. Genaue Zahlen werden allerdings bislang nicht erhoben. Das erschwert die Debatte.


Warnung vor Antisemitismus: Eine Israel-Fahne auf einem Gedenkstein in Bergen-Belsen

Als Mitte Dezember die CDU-Politikerin Elisabeth Motschmann und Elvira Noa von der jüdischen Gemeinde darauf hinwiesen, „Jude“ sei auch auf bremischen Schulhöfen wieder ein Schimpfwort, passierte – nichts. Keine Debatte, keine Fragen. Und keine Antworten. Anfragen der taz nach validem Zahlenmaterial, Basis jeglicher Diskussion, ergaben nichts. Jetzt hat der Bundestag die Einsetzung eines Antisemitismusbeauftragten beschlossen, und die Debatte nimmt – kurz vor dem Holocaustgedenktag am 27. Januar – wieder Fahrt auf. (mehr…)

Veranstaltung zu Ehren der Verteidiger der Bremer Räterepublik

Sonntag, 4. Februar 2018 | ab 11 Uhr | Waller Friedhof

2018 jährt sich zum 99. Mal die Niederschlagung der Bremer Räterepublik. Die Herrschaft des Arbeiter- und Soldatenrates in der Revolution von 1918/19 und die Existenz der „Sozialistischen Republik Bremen“ vom 10. Januar bis zum 04. Februar 1919 gehören zur demokratischen Tradition unserer Stadt. (mehr…)

Film zur Industrie 4.0

in der VA-Reihe ‚Technologische Gewalt“

Mittwoch, 24. Januar 2018 | 19 Uhr | Umsonstladen

Am Mittwoch wollen wir uns mit euch über Industrie 4.0 auseinandersetzen. Dazu zeigen wir Filmausschnitte. Wir wollen auch danach fragen, was die Filmausschnitte gerade nicht thematisieren.
Industrie 4.0 ist Teil eines massiven technologischen Angriffs und es wird sich viel zu selten von autonomen /anarchistischen Positionen aus damit auseinandergesetzt.

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Gemein­sam Stark Deutsch­land — ein Abge­sang

kopiert von antifa-bremen.org

1) Ent­ste­hungs­ge­schichte von GSD

Im Ver­lauf der ras­sis­ti­schen Mobi­li­sie­rung 2014/2015 schick­ten sich unter dem Label HoGeSa („Hoo­li­gans gegen Sala­fis­ten“) bun­des­weit Hoo­li­gans, lang­jäh­rig aktive Nazis und deut­sche Dumpf­ba­cken an, „christ­lich-abend­län­di­sche Werte“ gegen den Islam zu ver­tei­di­gen. So absurd es auch klang, dass eine Mischung aus rech­ten Hoo­li­gans und Schlä­gern, stram­men Nazis und Zuhäl­ter­ty­pen etwa Frau­en­rechte ver­tei­di­gen wollte, so hat­ten sie doch erheb­li­chen Zulauf.

Höhe­punkt der fama­li­gen HoGeSa-Mobi­li­sie­rung war sicher­lich der 26. Okto­ber 2014 in Köln (Link 1, Link 2). Hier ver­sam­mel­ten sich mehr als 4.000 Per­so­nen und sof­fen, pöbel­ten, prü­gel­ten sich durch die Innen­stadt, oben vom Laut­spre­cher­wa­gen musi­ka­lisch unter­malt vom Bre­mer Nazi Han­nes Osten­dorf und sei­nen „Kate­go­rie C“.


Teile der Bre­mer Rei­se­gruppe beim HoGeSa-Auf­marsch in Köln (Okto­ber 2014)

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DON‘T HATE THE MEDIA, BE THE MEDIA!

Liebe Leute,

um Weihnachten war endofroad eine Zeit lang offline. Zu dieser Zeit erreichten uns diverse besorgte Anfragen, was denn da mit uns los sei (das hat uns etwas gerührt).
Dass endofroad nicht erreichbar war, begründete sich in einer Abschaltung durch den Bloghoster „blogsport“. Dieser hatte unter Androhung eines mittleren fünfstelligen Bußgelds durch die Landesmedienanstalt Berlin-Brandenburg kurzerhand endofroad abgeschaltet, um Schaden von sich abzuwenden. Die Landesmedienanstalt Berlin-Brandenburg forderte gegenüber Blogsport, dass endofroad seiner Impressumspflicht nachkomme. Dies haben wir inzwischen unter Bauchschmerzen nachgeholt (ihr könnt uns also jetzt alle unter der angegebenen Adresse besuchen kommen).

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Demo gegen den türkischen Angriff auf Afrin/Rojava

Samstag, 20. Januar 2018 | 15 Uhr | Hauptbahnhof

Türkisches Militär greift im Verein mit dschihadistischen Terrormilizen Afrin und andere Orte in Rojava an. Die deutsche Türkeipolitik in dieser Situation ist verheerend kurdenfeindlich:
Der Außenminister will der Türkei wieder mehr Waffen liefern. Der Innenminister verbietet die Symbole von YPG und YPJ – d.h. der Gruppen, die den IS bekämpfen und jetzt Afrin verteidigen. Die deutsche Justiz kriminalisiert verstärkt kurdische Politiker*innen und ihre Unterstützer*innen. Gestern trafen sich die Staatssekretäre beider Länder, sie wollen beim „Kampf gegen den Terrorismus“ wieder enger zusammenarbeiten.
Fazit: Die Bundesregierung arbeitet Erdogan aktiv zu und ist Mittäter beim Krieg gegen die Kurden.

Ohne uns! Für die nächsten Tage sind in vielen Städten weltweit Demonstrationen angekündigt. (mehr…)

„Rechte Signale – Spurensuche in Bremen-Nord“

kopiert aus dem Weser Kurier

Wie ein Kampf um die Stadt mutet es an, wenn Linke Aufkleber der Rechten abreißen und umgekehrt. In Bremen-Nord liefern sich die Gruppierungen jede Menge Scheingefechte.


Ein Graffiti mit der Aufschrift: „FU“ am Eingang Farge, den 9ten Januar 2018. FU oder auch Farge Ultras ist ein mittlerweile verbotener rechter Hooligan Club in Bremen Nord.

In Bremen-Nord befinden sich links- und rechtsmotivierte Gruppen im andauernden Wettstreit: Wenn die eine Gruppe am Bahnhof Aumund Sticker des bereits verbotenen Fußball-Fanklubs Farge Ultras oder einer Neonazi-Band hinterlässt, reißt die andere diese wieder ab oder klebt etwas anderes darüber. „Es ist wie ein Kampf zwischen den Gruppen, darum, wer die Meinungshoheit hat, darum, wem die Stadt gehört“, meint Karl Brönnle, Sprecher der Nordbremer Linken. (mehr…)

VA: „Demokratische Revolution oder bornierter Regionalismus?“

Freitag, 19. Januar 2018 | 19 Uhr | Buchte

Den vielzitierten Kampf um die Bilder hat die katalanische Unabhängigkeitsbewegung klar für sich entscheiden können. Spanische Polizeieinheiten prügeln auf alte Menschen ein, die nichts tun wollen, als Wahlzettel in eine Urne schmeißen. Aber reicht die Rolle als Underdog um sich mit den Katalanen zu solidarisieren? Was bezwecken diese eigentlich mit der Abspaltung? Ist das noch irgendwie links oder nur dumpfer Nationalismus? Auf der anderen Seite steht der spanische Zentralstaat, dem ein spanischer Journalist kürzlich einen „unerträglichen Gestank nach schlecht verheiltem Franquismus“ beglaubigte. (mehr…)