„Nach Lkw-Anschlag: Staatsanwaltschaft lobt Belohnung aus“

kopiert aus dem weser-kurier

Die Staatsanwaltschaft Bremen hat im Zusammenhang mit dem Brandanschlag auf einen Lkw in Gröpelingen eine Belohnung für Hinweise zur Ergreifung der Täter ausgesetzt. Diese stammen offenbar aus der linksextremistischen Szene.

Mit 3000 Euro belohnt die Staatsanwaltschaft Bremen Hinweise zur Ergreifung der Täter, die in der vergangenen Woche einen Brandanschlag auf einen Lkw auf dem Gelände der Firma Bremer Betonwerk Friedrich Thielen verübten. Die Täter stammen vermutlich aus der linksextremistischen Szene. Darauf deutet ein Bekennerschreiben hin.

In einem daneben liegenden Lkw konnte sich der darin schlafende Fahrer gerade noch in Sicherheit bringen. Der Mann hatte in dem Lkw übernachtet, da er früh morgens zu einer Tour aufbrechen sollte. Geistesgegenwärtig fuhr er seinen Laster aus dem Gefahrenbereich. Die Staatsanwaltschaft wertet die Tat als versuchtes Tötungsdelikt. „Der oder die Täter hätten damit rechnen müssen, dass sich in einem Lkw eine Person befindet“, erklärte ein Polizeisprecher. Trotzdem sei der Brand vorsorglich gelegt und „eine Gefahr für Leib oder Leben eines Menschen in Kauf“ genommen worden.

Nach ersten Ermittlungen der Polizei galt die Aktion dem Eigentümer und Vermieter des Geländes. Dieser hatte im September der AfD Bremen gestattet, ein Wahlkampffahrzeug nachts auf dem Gelände abzustellen. Gegenüber dem WESER-KURIER bestritt der Eigentümer Friedrich-Carl Thielen bereits vor einigen Tagen jegliches Engagement für die AfD. Zwar sei es richtig, dass Fahrzeuge auf dem Gelände geparkt waren, jedoch habe er damit lediglich einem Freund einen Gefallen tun wollen. Er müsse zudem seit Jahrzehnten dafür einstehen, dass sein Vater in den 1960er-Jahren die NPD mitgegründet hat, so Thielen weiter.

In einem dem WESER-KURIER vorliegenden authentischen Bekennerschreiben führen die Täter die NPD-Vergangenheit und das Parken des Wahlkampffahrzeugs als Beweggründe für die Tat auf. „Dieser Grund bewegte uns, das Betonwerk am zweiten Weihnachtsfeiertag mit Benzin zu besuchen, um einige Lkws der Firma in Brand zusetzen“, heißt es in dem Schreiben.

Die Polizei sucht weiterhin nach Zeugen, die in der Nacht zum 27. Dezember 2017 verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Nähe der Firma bemerkt haben. Hinweise nimmt die Polizei unter 0421/ 1312 entgegen.

kopiert aus dem weser-kurier

siehe auch:
buten un binnen – Belohnung nach Lastwagenbrand ausgeschrieben


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