„Mahnwache vor der Fatih-Moschee“

kopiert aus dem Weser Kurier

Weil Unbekannte die Außenwände der Gröpelinger Moschee beschmiert hatten, fand am Freitag eine Mahnwache vor dem Gebäude statt.


Rund 80 Menschen protestieren gegen die Schmierereien an der Moschee.

Anwohner, Politiker und Schüler haben am Freitag eine Mahnwache vor der Fatih-Moschee in Gröpelingen abgehalten. Sie wollten ihre Solidarität mit der muslimischen Gemeinde ausdrücken. In der Nacht zum Sonntag hatten Unbekannte die Außenwände des Gebäudes mit islamfeindlichen Parolen beschmiert. Es war das zweite Mal in sechs Monaten, dass die Moschee zum Ziel von Farbattacken wurde.

„Mensch ist Mensch“, „Schule ohne Rassismus“ war auf dem Transparent zu lesen, das drei Schüler des Schulzentrums Walle vor dem Gebäude hochhielten. „Wir wollen zeigen, dass wir eine Gemeinschaft sind“, sagte die 16-jährige Zoe Block. „Wir wollen ein Zeichen setzen“, betonte auch Ulrike Pala, Leiterin des Ortsamtes Bremen-West. Es zeichne Gröpelingen aus, dass der Stadtteil so offen sei. Besorgt äußerte sich Anwohner Eike Hemmer: Die Stimmung habe sich in Teilen der Bevölkerung geändert.

„Wir sind sehr traurig über das, was letzte Woche passiert ist“, sagte Gemeindemitglied Nuray Gümüs. „Unsere Kinder haben das gesehen. Dabei leben wir seit Jahren hier alle friedlich zusammen.“ Doch die rege Beteiligung an der Mahnwache und die Unterstützung von Politikern und Vereinen hätten gezeigt, dass die Gemeinde nicht allein sei, fügte Moscheevorsitzender Zekai Gümüs hinzu.

kopiert aus dem Weser Kurier

siehe auch
buten&binnen – Mahnwache nach Sprüh-Angriff auf Moschee


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