2018: Castor-Transporte ab Sellafield

Das Bundesministerium für Umwelt am Freitag den 9.3. bekannt gegeben, dass ab 2018 aus der Wiederaufbereitungsanlage in Sellafield 20 Castoren an drei verschiedene Zwischenlager in der BRD transportiert werden. Ein Ziel ist Brokdorf.

Das berichtete das Schleswig-Holstein-Magazin (ab Min. 14:04).

Brokdorf war Anfang der 1980er Jahre einer der wichtigsten Kristallisationspunkte der Anti-Atombewegung. Bremer*innen waren in sehr großer Zahl sowohl in militanten als auch in gewaltfreien Gruppen an diesem Widerstand in Brokdorf beteiligt.

Die Castoren enthalten hochradioaktiven, plutoniumhaltigen und damit auch hoch-toxischen Atommüll. Das ist Abfall aus der sogenannten Wiederaufbearbeitung (französisch: Plutoniumfabriken). Dabei werden aus abgebrannten Brennelementen sogenannte MOX-Brennelementen hergestellt. Auch Mox-, also Misch-Oxid-Brennelemente enthalten Uran und Plutonium. Die Menge hochradioaktiven Atommülls vervielfacht sich bei deren Herstellung. Die wirkliche Bedeutung der Plutoniumfabriken ist die militärische Option.

Es ist unsere Aufgabe diese Transporte unmöglich zu machen. Bereitet euch vor.

Die Bundesregierung hofft seit 2011 durch den sogenannten Ausstieg und eine lange Zeit ohne Castor-Transporte aus den Wiederaufrbereitungsanlagen die Anti-Atom-Bewegung eingeschläfert zu haben. Zeigen wir ihnen, dass sie sich verrechnet haben.

In den letzten Jahren ist deshalb kaum eine* aus Bremen in Brokdorf gewesen:
Am 22.4. ist Gelegenheit, sich die Örtlichkeiten anzusehen. Die örtliche bund-Gruppe ruft anläßlich des Jahrestages der Katastrophe von Tschernobyl zur Protest- und Kulturmeile:

checkt akw-brokdorf-abschalten.de


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