Gegen kirchliche Bevormundung!

Tanz- und Filmverbote an Feiertagen beenden!

Geiselhaft kirchlicher Moraldiktate aufheben!!

An den sogenannten stillen Feiertagen, Karfreitag, Volkstrauertag und Totensonntag herrscht ein Verbot öffentlicher Veranstaltungen. Dann ist Tanzen verboten. Die Aufführung von Filmen, die auf 30 DIN A4 Seiten gelistet sind, ist dann ebenfalls verboten. Auf dieser Liste steht neben bestimmten Klamauk-Streifen mit Bud Spencer auch Das Leben des Bryan. Die dazu erlassenen Ländergesetze sollen die Feiertagsruhe und die christliche Andacht schützen.

Nicht geschützt ist die Mehrheit der konfessionsfreien Bürgerinnen und Bürger vor dem sonntäglichen Kirchengebimmel von mehr als 60 Kirchen in Bremen. Hier gibt es keinen Schutz vor unnötigem störenden Lärm. Um knapp 6000 sonntägliche Kirchenbesuchende in Bremen zur Eile beim Kirchgang zu mahnen, müssen sich 330 000 konfessionsfreie Menschen in Bremen, so sie nicht weit ab des nächsten
Kirchturms wohnen, den ruhestörenden Lärm anhören.

Die Aufführung eines „verbotenen“ Films stört außerhalb des Vorführraumes niemanden, Tanzvergnügen finden ebenfalls in geschlossenen Räumen statt. Die christliche Ruhe ist für diejenigen, die sie für nötig halten, in jedem Fall gewahrt. Niemand wird durch Menschen, die tanzen oder einen „falschen“ Film ansehen, diskriminiert, belästigt oder am Kirchgang gehindert. Andacht im Tanz oder Kinosaal ist auch an anderen Tagen nicht üblich.

Die staatliche Durchsetzung des Tanz,- Vergnügungs- und Filmverbots ist also nichts anderes als die gewaltsame Durchsetzung (Strafandrohung mit Bußgeld) eines Deutungsmonopols der evangelischen und katholischen Kirche mit ihren christlichen Dogmen. Die Ermächtigung zum Wecken zehntausender Nichtchristen mit sonntäglichem Kirchengeläut ist eine Demonstration von Macht und Herrschaft, in Bremen und den meisten deutschen Großstädten gegen die Mehrheit der Bevölkerung.

Am Beispiel der Durchsetzung des Reformationstages als zusätzlichem Feiertag hat sich gezeigt, dass die große Mehrheit in den Parteien die Wünsche der Kirchen jederzeit gern erfüllt.

Tanzverbote und Filmvorführverbote müssen weg, (Strafandrohung mit Bußgeld sind ein Zeichen von Intoleranz und Dogmatismus). Wenn die Parlamente diese nicht abschaffen, müssen wir uns das Recht auf Tanz und Vergnügen selbst nehmen.

Gemeinsam mit dem Humanistischen Verband (HVD), der Giordano Bruno-Stiftung (GBS) und dem Bremer Schaustellerverband wollen wir, Mitstreiter*innen im Internationalen Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA), in einem möglichst breiten Bündnis gegen das Tanzverbot auf der Osterwiese an Karfreitag protestieren und für eine diesbezügliche Petition an die Bürgerschaft mobilisieren (s.u.).

Dazu werden die oben genannten Verbände am Samstag 24. März ab 15 Uhr Infostände zwischen Bahnhof und Osterwiese aufbauen. _Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht.

Hier der Link zur Petition gegen das Tanzverbot.

Internationaler Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA)