„Nach Mahnwache: Polizei ermittelt gegen AfD-Gegner“

kopiert aus dem Weser Kurier

Die Demonstration gegen die AfD-Mahnwache am Dienstag vor der Bremischen Bürgerschaft hat ein strafrechtliches Nachspiel für rund 20 AfD-Gegner.


Die Teilnehmer der AfD-Mahnwache wurden von der Polizei umringt und von den Gegendemonstranten abgeschirmt.

Nach der Demonstration der Bremer AfD unter dem Motto „Kandel ist überall“ am Dienstag ermittelt die Polizei gegen rund 20 Gegendemonstranten wegen Landfriedensbruch. Dies sagte die Polizei auf Nachfrage des WESER-KURIER.

Zu der Mahnwache vor der Bremischen Bürgerschaft waren acht AfD-Anhänger und nach Angaben der Polizei rund 80 Gegendemonstranten gekommen. Dabei kam es zu Auseinandersetzungen. Etwa 20 Gegendemonstranten sind laut Polizei auf die AfD-Teilnehmer zugerannt und entrissen ihnen ihre Schilder und Plakate. Man habe die Kontrahenten schnell voneinander getrennt. Jetzt laufen die Ermittlungen. Außerdem erhalte der Staatsschutz einen Bericht von den Vorkommnissen am Dienstag, sagte ein Polizeisprecher.

Die Demonstration „Kandel ist überall“ bezieht sich auf den Fall einer 15-Jährigen, die im rheinland-pfälzischen Kandel von einem afghanischen Flüchtling getötet worden war. Die Gegendemonstranten warfen der AfD Bremen vor, den Tod für ihre Zwecke zu instrumentalisieren.
Mia war am 27. Dezember in einem Drogeriemarkt in Kandel erstochen worden. Der mutmaßliche Täter ist ihr Ex-Freund, ein afghanischer Flüchtling. Die Schülerin hatte sich Anfang Dezember von ihm getrennt. Kurz darauf zeigte sie ihn wegen Beleidigung, Nötigung, Bedrohung und Verletzung persönlicher Rechte bei der Polizei an.

Bereits kurz nach der Tat gab es erste Zweifel am Alter des Flüchtlings. Daraufhin ordnete die Staatsanwaltschaft ein medizinisches Gutachten an. Dieses kommt zu dem Schluss, dass der Mann etwa 20 Jahre alt ist. Zuvor galt er als 15-jährig. Er sitzt in Untersuchungshaft.

Bei einer Demonstration des rechtspopulistischen Bündnisses „Kandel ist überall“ in Kandel selbst kam es am vergangenen Wochenende zu gewaltsamen Zwischenfällen. Wohl auch deshalb war die Bremer Polizei am Dienstag mit mehreren Fahrzeugen auf dem Bremer Marktplatz präsent. Polizisten waren in Kandel von Demonstranten aus dem linken Spektrum mit Flaschen und Böllern beworfen worden, wie der Südwestrundfunk (SWR) berichtete.

Quelle: Weser Kurier

siehe auch
butenunbinnen.de: Anzeige nach Überfall auf Demonstration
butenunbinnen.de: Rangelei bei Demo mit AfD-Anhängern auf Bremer Marktplatz
Weser Kurier: Zahlreiche Gegendemonstranten bei AfD-Mahnwache


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