Umweltminister*innen-Konferenz in Bremen

Die Umweltminister*innenkonferenz kommt nach Bremen und Bremen prahlt mit seinem grünen Image. Vernachlässigt wird dabei, dass die Stadt ebenso wie der Bund ihre Klimaziele nicht erreichen wird. Der bundesweite Plan die CO2 Emissionen bis 2020 um 40 % im Vergleich zu 1990 zu reduzieren, wird inzwischen als nahezu unerreichbar angesehen. Bremen hat derzeit 10 % geschafft.
Prognose? Stagnation! Man wirbt mit dem Wunsch, bis 2030 lächerliche 20% erneuerbare Energien zu nutzen und wagt es dabei nicht die größten CO2 Quellen des Landes anzutasten. In der Bremer Umgebung stehen drei Kohlekraftwerke. Würden diese abgeschaltet, könnte man zumindest 30% der Emissionen bis 2020 reduzieren. Eine weitere Grünmalerei: Joachim Lohse, Senator für Umwelt, Bau und Verkehr, preist Bremen zur Konferenz als Fahrradstadt. Gern wird vernachlässigt, dass nach Bremen im Bundesvergleich überdurchschnittlich viele Pendler*innen mit dem Auto fahren. Ob dies mit den vergleichsweise hohen Preisen der BSAG im Zusammenhang steht?
Die Folgen des Klimawandels sind schon heute spürbar. Ein Anstieg des Meeresspiegels, Dürren, Stürme und Überflutungen sind die bedrohlichen Folgen. Dass der Handlungsdruck dennoch gering zu wirken scheint, liegt wohl daran, dass bisher vor allem Menschen im globalen Süden ihre Lebensgrundlage bedroht sehen. Hier wird einmal mehr die ungleiche Verteilung von Macht und Privilegien auf diesen Planeten deutlich.
Wie Bremen, so scheint sich ganz Deutschland gern eine fortschrittliche Rolle bei Klimaschutz und Energiewende auf die Fahnen zu schreiben. Doch nach dem Pariser Abkommen 2015 scheitert die Politik daran bindende Konsequenzen zu ziehen. Die größte CO2 Quelle Deutschlands sind die Kohlekraftwerke. Jährlich pumpen sie 352 mio Tonnen CO2 in die Atmosphäre. Es ist notwendig in allen Lebensbereichen umweltfreundlicher zu agieren aber es ist dabei unabdingbar zu verstehen, dass es sich im Großen um ein
strukturelles und nicht um eine individuelles Problem handelt, wenn wir den CO2 Ausstoß tatsächlich reduzieren und die Klimaziele erreichen wollen.

Klimaschutz ist möglich und zwar jetzt, hier und konsequent! Für eine lebendige Erde für ALLE!


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