Film: „Deckname Jenny“

Mittwoch, 20. Juni 2018 | 18:30 Uhr | Cinema Ostertor

Wir von neag (noch eine autonome Gruppe) zeigen am Mittwoch, 20. Juni 2018 um 18.30 Uhr im Cinema Ostertor den Film „Deckname Jenny“.
Anschließend wollen wir mit euch über den Film diskutieren: Regie und Teile des Teams werden anwesend sein, für Fragen zur Verfügung stehen und mit uns diskutieren.

Deckname Jenny – Ein politischer Spielfilm

Eine fiktive Geschichte von radikalen, jungen Aktivist*innen und alten Militanten aus der Stadtguerilla, erzählt mit Augenzwinkern. Aus Liebe und Sympathie zu Menschen die sich wehren. Gegen Rassismus, gegen Homophobie, gegen die „Festung Europa“. Es geht um Menschen mit Stärken und Schwächen – nicht um Geschlechterstereotypen. Nicht um Macker. Nicht um „fucking Helden“. Der Blick auf die Menschen mit ihren Decknamen: Queer und feministisch. Ohne ideologische Verenkungen und moralischen Zeigefinger. Aber scharf radikal. Worte. Auseinandersetzungen – die selten den Weg auf eine Kinoleinwand schaffen.
Das Team bestimmte die Radikalität des Filmes. Und das Umfeld, das den Film als politisches Projekt unterstützte. Ohne marktorientierte Produktion und zweifelhafte Förderungen. Gedreht fast ohne Geld. Mit starker Unterstützung der selbstverwalteten Filmschule „filmarche“. Ein Film, der sich nicht vor der Auseinandersetzung scheut, die Gewaltfrage zum Thema zu machen. Im Kontext dieser Zeit. In einer Zeit, in der ein Innenminister unwidersprochen die Aktionen gegen den G20 Gipfel in Hamburg mit Nazimördern und IS-Terror gleichzusetzen wagt. Und gleichzeitig linke Onlinemedien abschaltete, als befänden wir uns in einer Militärdiktatur.

Dieser Film ist mehr als ein politischer Spielfilm zum Konsumieren. Fiktion und Dokumentarisches verchwimmen immer wieder, der Deckname „Jenny“ steht plötzlich für mehr als für eine Person. Die Akteur*innen im Set werden Teil des Filmes, und reale Aktivist*innen werden Schauspieler*innen. Und professionelle Schauspieler*innen sprechen Themen an, die sich Aktivist*innen aus Selbstschutzgründen verkneifen.

Die fiktive Geschichte radikaler Aktivist*innen in der Jetzt-Zeit. In irgendeiner Kelinstadt irgendwo in Deutschland:

Jennys Bande will nicht mehr zuschauen: Flüchtlinge an den Zäunen Europas, eingesperrt in Lagern. Ihre Geschichte kreuzt sich mit der Geschichte ehemaliger Militanter aus der alten BRD. Als Jennys Vater die militanten Ambitionen seiner Tochet zufällig herausfindet, muss er sich seiner eigenen Vergangenheit stellen. Der Deckname „Jenny“ und dessen klare Zuordnung verchwimmen plötzlich um so mehr. Je gefährlicher es für alle Beteiligten wird.


0 Antworten auf „Film: „Deckname Jenny““


  1. Keine Kommentare

Antwort hinterlassen

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>


drei × acht =