Archiv der Kategorie 'Oldenburg'

300 Menschen demonstrieren in Solidarität mit dem Alhambra und der kurdischen Befreiungsbewegung

+++ Polizei geht mit Gewalt gegen Versammlung vor +++ Vier Demonstrant*innen im Krankenhaus behandelt

Oldenburg, 25.05.2018. Am Donnerstagnachmittag versammelten sich 300 Menschen in der Oldenburger Innenstadt zu einer wütenden aber friedlichen Demonstration gegen die Hausdurchsuchung des Aktions- und Kommunikationszentrums Alhambra. Überschattet wurde die Versammlung von dem brutalen Vorgehen der Polizei. Mit unverhältnismäßiger Gewalt versuchten die Beamt*innen, das Demonstrationsrecht zu beschränken und verletzten dabei mindestens 20 Demonstrant*innen durch den Einsatz von Pfefferspray, Schlägen und Tritten.
Vier von ihnen mussten wegen eines Risses des Augenlides, diverser Platzwunden, Hämatome im Gesicht und einer schweren Gehirnerschütterung im Krankenhaus behandelt werden. Derzeit befindet sich noch eine Person im Krankenhaus – wann sie entlassen werden kann, ist unklar. Die in der Presse genannten verletzten Polizist*innen hingegen wurden allein durch den offensichtlich willkürlichen Einsatz von Pfefferspray ihrer Kolleg*innen verletzt. (mehr…)

OL: Alhambra von den Bullen durchsucht

23.5.18, Oldenburg; Am Mittwoch Vormittag durchsuchten etwa 50 Polizeibeamt*innen die Räume des Alhambras. Sie suchten Flaggen, die am 1. Mai in Solidarität mit den kurdischen Freiheitskämpfen gezeigt wurden. Die Polizei beschlagnahmte eine an die YPG angelehnte, selbst genähte Flagge. Dies fällt in eine Reihe von Kriminalisierungversuchen der kurdischen und linken Aktivist*innen in Deutschland, die sich seit dem völkerrechtswidrigen Einmarsch der türkischen Truppen in Afrin und dem G20 Gipfel in Hamburg massiv verstärkt haben.

Schon kurz nach Beginn der Durchsuchung fanden sich Menschen zur Solidaritätsbekundung vor dem Gebäude in der Hermannstraße ein. „Wir lassen uns durch diese Einschüchterung nicht davon abhalten, weiterhin solidarisch mit den Menschen in Rojava zu sein und werden auch in Zukunft unbequeme Positionen vertreten“ sagte eine Aktivistin aus dem Alhambra. Bereits wenige Stunden nach der Durchsuchung findet am Mittwoch um 18 Uhr eine Solidaritätskundgebung am Hauptbahnhof in Oldenburg statt. „Wir werden am Donnerstag ein weiteres Mal unsere Wut auf die Straße bringen“, so eine Aktivistin aus dem Alhambra Umfeld. Um 17:30 Uhr wird am Lefferseck in der Oldenburger Innenstadt eine Kundgebung und Demonstration starten. (mehr…)

Autonomer 1. Mai in Oldenburg

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500 Antifaschisten in Bremen-Nord gegen rechts auf der Straße

Unsere Botschaft war eindeutig: Wir haben keinen Bock auf Nazis, wir sind viele und die Straßen gehören uns.
Die Demo war erst der Anfang, ein Auftakt sozusagen, im Kampf gegen Neonazis, Rassisten und alle anderen, die sich Tag für Tag dazu entscheiden Hass und Gewalt gegen Minderheiten zu verbreiten. Das Ziel, Bremen-Nord aufzuwecken, auf das Naziproblem aufmerksam zu machen, betrachten wir als erreicht.
Ein ansehnlicher Demonstrationszug von 500 Leuten, knapp 1000 verteilte Flyer und viele Menschen, die sich spontan anschlossen. „Alle zusammen gegen den Faschismus!“, das war wohl die Parole des Tages. Dazu keinen Mucks von denen, die in letzter Zeit mit rassistischen Attacken, Hakenkreuz Geschmiere und rechter Propaganda auf sich aufmerksam machten. Euer Fotograf wurde abgelichtet und der Party verwiesen bevor sie überhaupt losging und eure Checker machten sich schon nach fünf Minuten aus dem Staub, als sie merkten, dass unsere Mobi Früchte getragen hatte. An dieser Stelle danken wir allen UnterstützerInnen aus Bremen und anderen Städten, sowie allen NorderInnen fürs klare Kante zeigen. Cool, dass ihr alle da ward!
Wir haben zusammen einen Grundstein gelegt und eine erste Antwort auf faschistische Angriffe und Umtriebe gefunden! Jetzt heißt es:
Weitermachen! Antifa in die Offensive!

Antifa Ensemble Nord

OL: „Linksradikale Politik: Gegen, für oder in der Gesellschaft?“

Vortrag und Diskussion mit dem ‚kollektiv‘ aus Bremen

Dienstag, 13. Februar 2018 | 19:30 Uhr | Alhambra (Oldenburg)

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Alternativ Wohnen in Bremen Begehrte Bauwagen

kopiert aus der taz

Die Nachfrage nach Wagenplätzen steigt. Doch die Initiative „Kulturwerkstatt Ölhaven“ sucht seit Monaten erfolglos – sie will eine Brache am Osterdeich


Campieren auf einem Parkplatz: Lisa Kühmstedt und Dimitri Falkenberg

Sie wohnen in Bauwägen und ausgebauten Lastern – und sie wollen drumherum eine neue Kulturwerkstatt aufbauen, in der es das ganze Jahr über Programm geben soll. Doch seit vielen Monaten bemüht sich die zehnköpfige Initiative „Ölhaven“ nun schon vergeblich um einen Ort in Bremen, an dem ihr Projekt entstehen kann. Derzeit stehen die meisten Wägen auf einem Parkplatz am Hastedter Osterdeich, neben dem Netze-Museum der SWB. Dort bleiben können sie nicht. Wo sie hin sollen, ist unklar. Der Rest der Gruppe ist über die Stadt verteilt, manche stehen am Straßenrand oder auf Parzellen – wo sie auch keine Bleibeperspektive haben.
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OL: Imke Barnstedt – ein längt überfälliger Aufruf zur Abgrenzung

Seit Jahren inszeniert sich die Oldenburgerin Imke Barnstedt als Kleinkünstlerin und beliebte Kulturschaffende. Und das, obwohl seit Jahren bekannt ist, dass sie in der neonazistischen Szene aktiv ist und sich Kreisen zugehörig fühlt, die das Ziel haben, die deutschen Verbrechen während des zweiten Weltkriegs, speziell die Shoah, die industrielle Vernichtung von mehr als 6 Millionen Jüdinnen und Juden, zu leugnen.
So nahm sie beispielsweise an einer Demonstration im Juli 2003 auf der Wartburg teil. Organisator dieser Versammlung war der mittlerweile inhaftierte Neonazi Horst Mahler. Dieser wollte eigentlich in Auschwitz demonstrieren, um deutlich zu machen, dass die Shoah eine Lüge sei. Der Plan scheiterte am Ausreiseverbot Mahlers, die Demo wurde auf wie Wartburg verlegt. Dort präsentierte Imke Barnstedt mit ihren Gesinnungsgenoss*innen schließlich Transparente mit eindeutigen Inschriften: „Den Holocaust gab es nicht“ war dort zu lesen, und „die Lüge vernichtet sich selbst“. Fotomaterial belegt dies [1].

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VA: „Das Phantasma vom Gender-Wahn“

Donnerstag, 30. November 2017 | 18 Uhr | Uni Oldenburg (A11/Hörsaal B)

Ob Staatsfeminismus, Frühsexualisierung von Kindern oder die angebliche Subventionierung der „Homo-Lobby“, all dies führt in den Augen von AntifeministInnen1 dazu, an die geplante Vernichtung des Männlichen zu glauben und sich in ihrer Existenz bedroht zu fühlen. Antifeminismus und Heterosexismus kann neben Rassismus als thematisch wichtigste Klammer definiert werden, die extrem Rechte bis Konservative miteinander verbindet. Das Phantasma von der gefährdeten weiß-deutschen Heterofamilie taugt zu einer spektrenübergreifenden Mobilisierung. Familie ist hier natürlich nicht gleich Familie. So stellt es zum Beispiel für die Zivile Koalition scheinbar keinen Widerspruch dar, den Schutz der Familie einerseits zum höchsten Gut zu erheben und andererseits gemeinsam mit der offen rechten Freien Welt für die Petition Familiennachzug stoppen! zu werben. (mehr…)

VA: „Da kämpft das Illusionäre gegen das Rechte“

Donnerstag, 15 Juni | 19:00 Uhr | Oldenburg Alhambra

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„Religion unbedeutend“

Wir verurteilen den Bluttat in der Oldenburger Innenstadt sowie den daraus resultierenden Rassismus aufs Schärfste

Wir, als lokales Demokratisches Gesellschaftszentrum der Kurd*innen in Deutschland (NAV-DEM Oldenburg) verurteilen zutiefst die grausame Tat bei der am Mittwoch den 14. Juni 2017 ein Mann in der Oldenburger Innenstadt erstochen wurde. Der Täter hatte nicht das Recht diesem Menschen das Leben zu nehmen, hierbei ist es nicht von Bedeutung welcher Religion der Täter oder das Opfer angehörig sind. Der Hinterbliebenen hochschwangeren Frau des Getöteten und den Kinder gilt es nun Solidarität gegenüber zu zeigen. (mehr…)