Archiv der Kategorie '-ZUGESPIELT-'

Unterwasserkriegsführung, Militarisierung und Nationalismus

Kriegsführung hat sich technologisch als auch strukturell gravierend verändert. Häufig stehen hochgerüstete Armeen deutlich schlechter ausgerüsteten Akteuren gegenüber, die diesen Nachteil durch Guerilla-Strategien ausgleichen. Diese Form der asymmetrischen Kriegsführung ist typisch für aktuelle Konflikte.
Die mit Hochtechnologie ausgestatteten Armeen reagierten darauf mit verschiedenen neuen Strategien, die sich insgesamt als direkte technostrategische Reaktionen verstehen lassen. Des Weiteren werden viele Kriege nicht offen geführt, sondern stellvertretend ausgetragen. Diese komplexen Konflikte, bei denen unterschiedliche Parteien partiell zusammenarbeiten, aber individuelle Strategien und Interessen verfolgen, erschweren die klare Benennung von Machtstrukturen und Zusammenhängen. Zudem werden (zumeist multinationale) militärisch-industrielle Komplexe immer größer und sind seit jeher klare Befürworter der Kriegstreiberei. (mehr…)

VA: A-Cafe zeigt Kein Gott Kein Herr. Eine Geschichte der Anarchie – Teil 1 (1840 – 1914)

04.Juni 2017 | 15:00 Uhr | Sielwallhaus

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Protest! Bremer Theologinnen und Theologen gegen Bundeswehrauftritte auf dem Kirchentag in Berlin und Wittenberg

Die von Verteidigungsministerium und Bundeswehr betriebene Militarisierung des öffentlichen Lebens erfasst immer mehr die verschiedensten Lebensbereiche, auch die der Kirche. Das macht der jetzt stattfindende 36. Evangelische Kirchentag in Berlin und Wittenberg deutlich. So spielt am Eröffnungsabend die Big Band der Bundeswehr und die Bundesministerin für Verteidigung, Ursula von der Leyen, hält die Predigt eines repräsentativen Militärgottesdienstes in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, deren Eingänge von der Militärpolizei bewacht sein werden.

Parallel zum Kirchentag wird auf der „Weltausstellung Reformation“ in Wittenberg das Objekt „Café Friedenswege“ durchgeführt. Es wird veranstaltet von der „Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden“ (AGDF) und der „Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden“ (EAK), zusammen mit der „Evangelischen Seelsorge in der Bundeswehr“, deren Seelsorger vom Staat finanziert werden. Das bedeutet, dass die Bundeswehr über die Militärseelsorge in Teile der kirchlichen Friedensbewegung eindringt.
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RAC mischt sich mit Oi!-Kultur

kopiert von bnr

Mehrere vorgeblich unpolitische Bands mit Affinität ins rechte Lager wollen am kommenden Samstag in Schleiz in Thüringen und eine Woche später bei Leipzig aufspielen.

Die Oi!-Kultur der Skinheads betont stets ihre unpolitische Attitüde. Trotzdem gibt es Bands, die sich von rechten Klängen nicht distanzieren, diese verharmlosen oder sich ihnen sogar hinwenden, hervorgerufen oft durch persönliche Freundschaften unter Musikern. Damit ist dann der musikalischen Einstellung zum rechtsextremen „Rock Against Communism“ (RAC) Tür und Tor geöffnet. Party geht vor Haltung. Mehrere Bands, die sich derart verhalten, sollen zum einen am 27. Mai in Schleiz (Saale-Orla Kreis) und dann am 3. Juni in Elstertrebnitz (bei Leipzig) aufspielen.
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VA: G20: Die Kriegskunst des Kapitals. Zur Rolle der Logistik bei den Protesten gegen den G20-Gipfel.

30. Mai 2017 | 20 Uhr | Infoladen Bremen

Der G20-Gipfel in Hamburg Anfang Juli wirft seine Schatten voraus. Neben den altbekannten Verwalter*innen des Neoliberalismus, werden auch Trump, Erdoğan, Modi und Putin kommen – selten war die Quote autoritärer
Gipfelteilnehmer*innen so imposant. Dennoch mobilisiert das kommunistische … „ums Ganze!“ Bündnis nicht an die Zäune der Politiker*innen, sondern in den Hamburger Hafen, Deutschlands „Tor zur Welt“.

Denn in Hamburg tagt der G20-Gipfel und wird vermeintliche Krisenlösungen autoritär-populistische Zuschnitts, neoliberaler Weiterverwaltungen oder linksliberaler Steuerversuche zur Schau tragen und, so oder so, an der alltäglichen Armut, Ausbeutung und Abschottung kaum etwas ändern. Wir meinen, dass es dagegen eine Kritik braucht, der es ums Ganze geht.
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Gemeinsam gegen G20: Übersichtsseite für Bremen

checkt g20-bremen.org

Ultragruppe „CDA“ und Fanprojekt nehmen Stellung zu Anzeige

kopiert aus dem weser-kurier

Die Ultragruppe „CDA“ hat zu den Ermittlungen der Polizei Bremen wegen ihres Fanbanners Stellung bezogen. Sie nennen die Vorwürfe darin „absurd“ und werfen Bremens Innensenator Taktik vor.

Mit Unverständnis reagieren Vorstand, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fan-Projekts Bremen auf die Mitteilung der Polizei, wegen der im Heimspiel von Werder Bremen gegen Hoffenheim gezeigten Choreografie ein Strafverfahren einzuleiten.

Wie berichtet, betrachtet die Polizei das Banner als Gewalt verherrlichend und ermittelt wegen des Anfangsverdachts der „öffentlichen Aufforderung zu Straftaten“. Ebenfalls zu Wort meldete sich am Freitag der Urheber der Fan-Aktion, die Ultragruppe Cercle d‘Amis (Freundeskreis).
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„Zeugen belasten Angeklagten, Polizisten verweigern Aussage“

kopiert aus dem weser-kurier

Im Bremer Körperverletzungs-Prozess gegen einen Polizisten bestätigten mehrere Zeugen am Freitag die Version des Opfers. Ein medizinischer Sachverständiger zog einen erstaunlichen Vergleich.

Kein guter Tag für den Polizisten, der wegen Körperverletzung im Amt vor Gericht steht. Am vierten Tag der Berufungsverhandlung vor dem Landgericht wurde am Freitag erneut eine ganze Reihe von Zeugen vernommen. Und wieder gab es keine einzige Aussage, die die Version des 29-Jährigen bestätigte. Ganz im Gegenteil.
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„Identitäre Bewegung: Jung, hip, rechtsradikal“

kopiert aus dem weser-kurier

Die Identitäre Bewegung, kurz IB, gibt sich jung, hip und gebildet. Die Gruppe gilt als aktivistischer Arm der Neuen Rechten. In Bremen sorgen die rechten Aktivisten immer wieder mit Aktionen für Aufsehen.

Dierk Schittkowski, Chef des Bremer Verfassungsschutzes, sieht in der Identitären Bewegung „ganz klar eine rechtsextreme Gruppe, die nationalistische und teils rassistische Positionen vertritt“. In Bremen sorgen die rechten Aktivisten immer wieder mit Aktionen für Aufsehen.

Zuletzt in der vergangenen Woche, als eine Handvoll IB-Anhänger das Segelschiff „Alexander von Humboldt“ an der Schlachte besetzte. Dort hissten sie Flaggen mit ihrem Logo und ein Banner mit der Aufschrift „Festung Europa! Grenzen schützen – Leben retten. Hilfe vor Ort statt Asylwahn“.

Erkenntnisse des Bremer Verfassungsschutzes zeigen, dass sich in den Reihen der Bremer IB-Ortsgruppe auch Neonazis tummeln. „Die Verschmelzung zwischen Identitärer Bewegung und Rechtsradikalen ist offensichtlich“, sagt Schittkowski. Die rechte Szene in Bremen werde immer mehr zu einer Mischszene, in der sich die Akteure parallel in verschiedenen Gruppierungen engagierten.
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Ermittlungen gegen Antifa-Ultras

kopiert aus dem Weser Kurier

Polizei ermittelt wegen Fan-Banner

Ein 20 Meter hohes Banner, das beim Saisonausklang von Werder in der Ostkurve gezeigt wurde, sorgt für Ärger. Die Polizei findet es Gewalt verherrlichend, aber Werder hatte damit keine Probleme.


Wegen dieser Choreografie in der Ostkurve ermittelt die Polizei.

Beim letzten Heimspiel der Saison zeigten die Fans gerne noch einmal Flagge, sagt die Polizei. In diesem Fall war es ein Banner. Unübersehbar in der Ostkurve, 20 Meter hoch, ein vermummter ­Zwillenschütze. „Gewalt verherrlichend“ findet das die Polizei. Und hat ein Strafverfahren wegen „öffentlicher Aufforderung zu Straftaten“ eingeleitet. (mehr…)